Von direkten Anwohnern:


Eine betroffene Anliegerin zum geplanten Solarpark Spannhaken
Ich habe vor einigen Jahren direkt gegenüber des Gebiets Spannhaken ein Haus mit vier Wohneinheiten erworben. Die einzigartige Lage im Außenbereich Mariendorfs direkt am Naturpark Reinhardswald war der Grund für den Erwerb. Inzwischen bin ich mit meiner Praxis hier eingezogen und vermiete Wohnungen.
Das Besondere an dem Gebiet Spannhaken ist seine sehr abwechslungsreiche, kleinzellige Kulturlandschaft, die altgewachsene Knicks und alten Baumbestand aufweist, von vielen Wegen durchzogen ist und durch sanfte Hügel eine wunderschöne Fernsicht bietet. Die Menschen wandern oder reiten im Spannhaken, und die Kinder können sich hier frei bewegen und Naturerlebnisse sammeln. Es ist ein wichtiges Wesensmerkmal des Gebiets Spannhaken, dass es – neben seinem hohen Wert für Tier- und Pflanzenwelt – für die Menschen offen ist und zur Recreation dringend benötigt wird. Eine industrielle Überbauung dieser wunderschönen Landschaft wäre nicht nur für die Natur eine starke Beeinträchtigung, sondern auch für die Menschen die hier leben. Ein umzäunter Industriepark bedeutet nicht nur für ansässige und durchwandernde Tiere den Verlust ihres Lebensraums, sondern auch für die Anwohner.
Der geplante Solarpark soll nur etwa 50 m Luftlinie zu meinem Haus gebaut werden. Für meine Immobilie befürchte ich eine starke Minderung des Wohnwerts, eine erschwerte Vermietbarkeit und damit einen ganz konkreten Wertverlust. Denn wer möchte schon in direkter Nachbarschaft eines 21 ha großen Solarparks wohnen? Für mich persönlich käme dies einer faktischen Enteignung gleich.
Ich setze mich dafür ein, dass PV-Freiflächenanlagen vornehmlich an Autobahnen und Bahntrassen und anderen „wertlosen“ beziehungsweise bereits versiegelten Flächen gebaut werden, damit Naturparks und ähnliche Landschaften für Mensch und Tier zum Leben erhalten werden können.
Geschrieben von N. Jensen
Stellungnahme zum geplanten Solarpark
Areal Spannhaken- Wolfgang und Gertrud Wendel(direkte Anwohner)
Seit 30 Jahren wohnen wir außerhalb von Mariendorf am Rande des Naturparks Reinhardswald. Die bestehende eingeschränkte Infrastruktur
– fehlende Straßenbeleuchtung,
– bislang keine Glasfaseranbindung u. s .w…..
haben wir stets bewusst in Kauf genommen.
Trotz dieser Randbedingungen schätzen und lieben wir unseren Wohnstandort aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Reinhardswald und der damit verbundenen Lebensqualität sehr. Der tägliche Aufenthalt in der Natur stellt für uns einen wichtigen Ausgleich und eine wesentliche Voraussetzung für unsere selbstständige, berufliche Tätigkeit dar. Mit großer Sorge betrachten wir daher die Pläne zur Errichtung eines Solarparks in unmittelbarer Nähe unseres Wohnhauses. Wir sehen unseren Erholungs- und Rückzugsraum erheblich beeinträchtigt. Zudem ist mit einer deutlichen Wertminderung unserer Immobilie zu rechnen. Grundsätzlich befürworten wir den Ausbau erneuerbarer Energien. Wir sind selbst im Fachgebiet der Installation von Solaranlagen auf DÄCHERN und VERSIEGELTEN FLÄCHEN unterwegs.
Aus unserer fachlichen und persönlichen Sicht ist der geplante Standort jedoch ungeeignet. Dieser geplante großflächige Solarpark in diesem einzigartigen kleinen Paradies, trägt weder zum Schutz der Natur, noch zur Erhaltung der ökologischen Vielfalt bei. Aus den genannten Gründen sprechen wir uns entschieden gegen die Errichtung eines Solarparks in diesem sensiblen Naturraum aus.
Wolfgang und Gertrud Wendel Mariendorf

Unterschreibe unsere Petition:

Stellungnahme des örtlichen Reitvereins: