

Mariendorfs Bürger schützen, was sie lieben!
Unsere Natur ist einzigartig - sie darf nicht zerstört werden.
Ohne Landwirtschaft keine Zukunft!
Unser Dorf – unsere Heimat
Mariendorf – der kleinste Stadtteil von Immenhausen – umfasst nur 28,3 Hektar und ist Heimat von rund 410 Menschen. Wer hier lebt, entscheidet sich ganz bewusst für das einfache, naturnahe Leben – für Ruhe, Weite und den unmittelbaren Kontakt zur Natur. Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte oder Freizeitangebote gibt es hier nicht – und das nimmt man in Kauf. Denn genau diese Ursprünglichkeit, die Stille und die gewachsene Kulturlandschaft machen Mariendorf so besonders.
Diese Idylle ist jetzt bedroht:
Ein 21 Hektar großer Solarpark soll direkt vor den Toren unseres Dorfes entstehen – fast drei Viertel so groß wie Mariendorf selbst. Das entspricht etwa 30 Fußballfeldern, die künftig von Zäunen und Solarmodulen geprägt sind, anstelle von Wiesen, Feldern und Obstbäumen.
Unsere Heimat ist kein Industriegebiet!
Unsere Natur – ist unser größter Schatz
Das vorgesehene Gebiet „Spannhaken“ ist ein echtes Naturparadies: Artenreiche Streuobstwiesen, extensives Grünland, Hecken, alte Bäume und eine bemerkenswerte Vielfalt an Wildtieren prägen die Landschaft. Hier leben und brüten unter anderem Feldlerche, Wachtel, Rebhuhn, Schleiereule sowie Rehe, Rothirsche,die seltene Wildkatze und zahlreiche andere Wildtiere. Sogar Schwarzstörche überfliegen regelmäßig das Gebiet.
Diese gewachsene Struktur lässt sich nicht durch Technik ersetzen. Ein Solarpark würde diese Lebensräume unwiederbringlich zerstören – von einer „ökologischen Aufwertung“, wie oft behauptet, kann keine Rede sein.
Warum der Standort ungeeignet ist:
Die geplanten Flächen sind wertvolle Biotope und Kulturlandschaft, keine „ungenutzten Areale“. Durch Einzäunung und den Bau würden natürliche Lebensräume zerstört und der freie Zugang zur Landschaft für Mensch und Tier eingeschränkt. Ein Solarpark dieser Größenordnung wäre für unseren kleinen Ort völlig unverhältnismäßig und würde das gewohnte Landschaftsbild dauerhaft verändern. Das widerspricht auch den Zielen des Naturparks Reinhardswald, in dem Mariendorf liegt.
Energiewende ja – aber fair!
Mariendorf steht zur Energiewende und leistet bereits heute einen wichtigen Beitrag: Auf unserer Gemarkung stehen drei Windräder des Windparks Immenhausen, die sauberen Strom für viele Haushalte erzeugen. Doch Nachhaltigkeit gelingt nur, wenn alle Stadtteile ihren gerechten Anteil tragen – nicht ein einzelnes Dorf auf Kosten seiner Natur und Landwirtschaft. Die Energiewende darf nicht zu einer einseitigen Belastung werden.
Landwirtschaft schützen – Existenzen bewahren
Die Flächen für die geplante Freiflächen Photovoltaik-Anlage werden seit Jahrzehnten von der Stadt an die ortsansässigen Landwirte verpachtet. Eine Verpachtung an die Stadtwerke würde ihre Existenzgrundlage gefährden und wertvolle landwirtschaftliche Nutzfläche dauerhaft entziehen. Landwirtschaft ist Teil unserer Identität – sie erhält Landschaft, Artenvielfalt und Lebensqualität. Sie darf nicht dem kurzfristigen Profit geopfert werden.
Unser Appell:
Wir sagen Ja zur Energiewende – aber mit Maß, Vernunft und Rücksicht auf Natur, Landschaft und Landwirtschaft!
Wir Bürgerinnen und Bürger von Mariendorf setzen uns dafür ein, dass unsere Heimat auch für kommende Generationen lebenswert bleibt.
Kein Solarpark in Mariendorf!
Für Mariendorf – für Natur, Landwirtschaft und Zukunft.

